Trugbild

Ist das ein Vogel oder hat mir jemand was in den Tee getan?

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Auch ansonsten ein ruhiger Tag. Schöne Inselführung, Gäste mit diesem fast unmerklichen wir-wissen-schon-warum-Lächeln in den Mundwinkeln. In kreischendem Gegensatz dazu die neuesten Nachrichten vom Festland.

Hier wäre es schwer, überhaupt genügend Menschen zusammen zu kriegen für eine solche Grausamkeit. Nicht mal die Nazis haben das geschafft, siehe Kropatscheck. Man kann sich hier nicht verstecken hinter irgendeiner Bewegung, Religion oder was auch immer da herhalten muß. Was man tut oder läßt, geschieht allerzuerst in der ersten Person.

Spätestens im Dezember werde ich auch wieder aufs Festland reisen. In ein anderes Land.

Komisch, das mit der Insel.

Im Himmel

Gestern erhielt ich Nachricht, daß ein alter Freund aus den Achtzigern gestorben ist und Erinnerungen rumoren wie schlecht verzurrte Gepäckstücke durch meinen Kopf.

Dann klopft die Polizei an die Tür. Hinter dem Haus ist eine alte Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden worden. Das passiert hier eigentlich immer, sobald irgendwo ein Zaunpfahl aufgestellt werden soll, denn am 18.4.45 ist die damals 1,8 km² große Insel innerhalb von 75 Minuten von 7.000 Bomben getroffen worden.

Also sitze ich am Osthafen, sehe nach oben, frage mich, was er jetzt sagen würde.

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Nach zwei Stunden sehe ich die evakuierten Schiffe wieder in den Südhafen zurückkehren. Wir sind schon sehr merkwürdige Wesen.

Stille

Mit der Stille ist es hier so eine Sache, wenn der Südwestwind um den Felsen heult. Aber manchmal wird es hier selbst im Winter ganz still.

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Und sähe es nicht wirklich so aus, müßte man eigentlich von fürchterlichem Kitsch sprechen.

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Aber dafür gibts halt auch kein schwedisches Möbelhaus ;-). Das liegt irgendwo ein paar Kilometer hinter diesem roten Geleuchte.

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Insellage

Vorgestern hat mich eine Freundin angerufen und von den neuesten Gräueltaten – diesmal in Paris – erzählt.

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Zuerst war ich etwas beschämt, so schlecht auf dem Laufenden zu sein: Seit mindestens einer Woche keinen Newsticker mehr gelesen. Und dann wegen meiner merkwürdig distanzierten Reaktion. Ja, es ist schrecklich, aber gleichzeitig scheint es weit entfernt, in einem unvertrauten Land passiert zu sein.

Liebe übliche Verdächtige!

Heute ist mein Postfach explodiert ;-).

In den letzten paar Tagen gab es durch den Sturm keine Post und ihr lagt alle noch in einem Container in Cuxhaven. Gestern hatte ich Rücken (argh, #$%&?!!!) und war zu jämmerlich, um zur Post zu laufen.

Ihr seid noch nicht ganz vollzählig, aber ein Trend scheint sich schon abzuzeichnen. Kerzen sind hier ja ganz wichtig, aber ihr seid wichtiger! Hach!

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