Im Westen nichts Neues. Im Norden neues Nichts.

Ein arbeitsfreier Tag.

Windstille, nahezu kein Wellenschlag am Nordstrand, Stille, das ist selten. Meer und Himmel verschwimmen am Horizont. Ich sitze da und Nichts passiert.

Ein Seehund steckt die Nase aus dem Wasser und verschwindet wieder. Ein paar CTV’s fahren vorbei, hinaus in den Windpark. Ein Eissturmvogel jagt über das Wasser dahin, auf der Suche nach unvorsichtigen Fischlein. Dazwischen Nichts.

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Irgendwann sehe ich auf meine Uhr. Nein, sie ist nicht stehengeblieben, sie ist ein äußerst zuverlässiges Stück Plastik aus Japan.

Vier Stunden sind vergangen und Nichts ist passiert.

Toll.

Panorama, baby, Panorama

Wieder so ein Inseltag. Wachwerden, Kaffee, Hinlegen. Mehr Kaffee, Regen am Küchenfenster. Oh, Arbeiten gehen.

Feierabend. Im Südhafen tutet die Winterfähre und es geht schon auf den frühen Nachmittag zu.

Ich laufe rüber zur Westkaje, Wolken ziehen vorüber, das Wetter macht seine Faxen und die Möwen die ihren.

Der Himmel ist sehr groß und ich sehr klein. Ich sitze da und denke größtenteils: Nichts. Vielleicht, daß ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, jemals U-Bahn gefahren zu sein.

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