Herbstreise 2 – Abenteuer mit der Bahn – Spaziergang am Fluss

Tja – dieses Plakat fand ich in Hamburg, nachdem mein Zug aus Flensburg soviel Verspätung hatte, dass mein gesamter Reiseplan hinfällig war.

Zwar meldete der Nachrichtendienst fleißig, welche Anschlusszüge ich nicht mehr erreichen würde, aber welche anderen Züge ich auf meiner Strecke nutzen konnte, musste ich selbst herausfrimeln. Und – daran gewöhnt, dass Züge Verspätung haben können, gestalte ich meine Umsteigezeiten schon großzügig….

Ich habe nichts gegen Erlebnisse – aber mit der Bahn zu fahren, ist inzwischen genauso aufregend wie meine Trampreisen als Jugendliche. Nur brachte ich dafür keine Fahrkarte zu kaufen.

Ich landete dennoch irgendwann in G. an und wurde warm empfangen.

In den nächsten Tagen war das Wetter wie an Spätsommertagen. Ich spazierte regelmäßig am benachbarten Fluss entlang.

Der Herbst hat seinen eigenen Zauber.

Suchbild mit Vogel –

ohne die Paddler, die im Sommer die Lahn bevölkern, wird der Fluss wieder zum Lebensraum für andere Spezies.

Die gefallenen Blätter erinnern daran, dass es bald kalt sein wird

Es sind die satten Farben und das letzte goldene Licht, die ich im Oktober liebe.

Fundsachen im Wald –

So leicht diese letzten Sonnentage wirken – mich beschäftigen alte Themen – und der Zustand der Welt lädt auch nicht gerade zu Frohsinn ein.

Doch vom Mond aus betrachtet spielt dies alles keine so große Rolle….

la crise…

Herbstreise

3 Wochen Herbstferien – ein Luxus, den die Inselbewohner genießen. Aber wir geben im Sommer auch eine Woche Ferien ab, so dass die Summe der Ferientage letztendlich die gleiche wie auf dem Festland bleibt.

Mein Reisetag enthält alles, was eine Seereise bieten kann: Wind, Wolken,

Regenschauer

und zur Ankunft Sonnenuntergang.

Diesmal fuhr ich zuerst an die Ostsee, um zwei Versprechen einzulösen: den Besuch bei zwei lieben Menschen und einen Besuch auf Holnis, einer Spitze in der Außenförde vor Flensburg.

Ein bezauberndes Stück Land – die Förde öffnet sich hier weit, wird schon fast Meer. Sanft wellen sich Hügel rechts und links – auf der anderen Seite ist Dänemark zu sehen, das nicht anders aussieht als die Küste diesseits. Warum muss es Grenzen geben, obwohl doch jeder sehen kann, dass diese Landschaft zusammengehört?

Nur die ausgewaschenen Wurzeln am Strand erinnern daran, dass auch die Ostsee rau sein kann.

Aber in diesen Tagen liegt sie da, harmlos wie eine schöne Badewanne, ein großer Teich.

In Sonderborg ein Fenster voll von Winkekatzen – das Glück kann ich gebrauchen.

le bras de mer….