Sonntags nach dem Sturm

Der erste Herbststurm fegte über den Felsen, rüttelte an den Wanten des Sendemastes, trieb Blätter und Fußgänger durch die Gassen und wollte und wollte nicht aufhören.

Zwei Tage lang waren wir vom Festland abgeschnitten

und mein Besuch verlängerte seine Ferien um einen Tag. ;-))

Am Samstag dann –

alles still, als habe die See nie getobt.

Die Schiffe fuhren wieder

und nahm all die Gäste (800 allein auf der ‘Helgoland’, sagte der Inselfunk) mit,

die längst zuhause sein wollten.

Jetzt ist es noch einmal merklich stiller – die Bänke vor den Fressbuden leer

Tische und Stühle schon zum Einkellern aufgestapelt.

Langsam werden die Bürgersteige hoch geklappt.

Am Vogelfelsen, wo sich sonst große und kleine Zweibeiner gegenseitig betrachten –

herrscht Leere.

Nur die Heidschnucken erfreuen noch ein paar Unentwegte, die geblieben sind.

An einigen Stellen des Klippenrandwegs finden sich Absperrungen.

Die Stürme des gehenden Jahres haben wieder ganze Arbeit geleistet und sich einen Teil des Felsens geholt.

Diesen Aussichtspunkt wird es bald nicht mehr geben.

Ach – ihr zwei tollen Frauen –

es war schön mit euch!

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