Plötzlich

Als vor einem knappen Monat der Container mit den Möbeln ankam, schauten Fe und ich uns an und sagten sowas wie “Jetzt ist erstmal gut mit Reisen und Festland.” Aber dann sind plötzlich alle Pläne Makulatur. Mein Bruder ist erkrankt und es ist keine Bagatelle.

Also nehme ich meinen Rucksack (der eigentlich schon seit drei Tagen gepackt ist) und mache mich mit Fe auf in Richtung Südhafen.

Zufälligerweise ist gerade Sperrmülltag. Das sieht dann so aus:

Nach einer langen Saison geht die “MS Helgoland” zur Inspektion in die Werft und ich klettere in vorletzter Minute an Bord der “Funny Girl”. Eine Bande Schulkinder kichert, als wir uns zum Abschied küssen, aber die Jungs von der Gangway Crew zucken nur die Schultern und murmeln “watt mutt datt mutt”.

Die “Funny Girl” ist ein altes Mädchen, hat zwar im letzten Jahr unter Deck neues Mobiliar bekommen, aber ansonsten ist es ein eher… traditionelles Ambiente an Bord.

Dann kommt die Nordsee, dann Cuxhaven und nach einer unruhigen Nacht im Hotel die Deutsche Bahn und Land, viel Land.

Und am Ende der Reise ein Krankenhaus.

Das ist aber eine andere Geschichte.

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