Mittsommer

Fast zwei Monate lang war der Himmel postkartenblau und es fiel kein Tropfen Regen. Die Grünflächen auf der Insel sehen inzwischen einigermaßen versteppt aus, denn künstliche Bewässerung ist nicht drin. Das Wasser auf der Insel besteht zur einen Hälfte aus Regenwasser und zur anderen aus exorbitant teurem entsalzten Meerwasser.  20 Euro pro Kubikmeter; da könnte man den Rasen eigentlich auch mit Bier gießen.

Dann kam ein Sturm, zwei Tage fuhren keine Schiffe und am Flugplatz reihen sich die Sonderflüge für die Leute, die unbedingt wieder aufs Festland müssen.

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Direkt neben dem Flughafen der eventuell einsamste Briefkasten Deutschlands.

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Der Berliner Bär am Mittelland gibt sich unbeeindruckt und macht einen auf cool.

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Um sieben Minuten nach Mitternacht sehe ich aus dem Fenster und im Nordosten leuchtet es.

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Willkommen im Norden.

Endlich und unendlich

Und dann kam er dann doch noch. Der Sommer.

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Die Butterfahrt kam, sah und siegte wie immer. Wenig später die Nordseewoche, der ganze Südhafen lag voller Spaßyachten und in ganz Hamburg konnte man wahrscheinlich tagelang keinen Zahnarzt-Termin kriegen. Da habe ich auch Fotos von gemacht, aber dann ging mein nagelneues Wischophon kaputt und ich habe natürlich alles Gesynce abgestellt. Pech.

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Ist aber nicht so wichtig. Auf der Düne räkeln sich genug Robben, die man auch ganz gut fotografieren kann.

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Auf der Reede liegen die weißen Schiffe und der Flugplatz auf der Düne macht für ein paar Tage einen auf Sylt.

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Mal kommen sie an.

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Mal heben sie ab.

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Am Ende gleicht sich das dann scheinbar alles wieder aus. Nur ziemlich viel brumm-brumm in der Mitte.

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Irgendwann sind sie dann aber alle fertig mit dem punkrocken, Regatta segeln und hin- und herfliegen und es ist Ruhe im Schiff.

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Dann sitze ich abends an der Landungsbrücke und lese. Mal wieder das Tagebuch von Dr. Kropatscheck. Kluger Mann.

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Sonst noch was? Naja,  Fe’s Versetzungsantrag ist endlich durch und ab August wird sie hier als Lehrerin arbeiten (yay!).

Also gibt es einiges zu tun, um eine brauchbare Wohnung zu finden und den Umzug vorzubereiten. Das ist hier alles etwas anders und teilweise auch schwieriger.

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Dazwischen immer wieder das Leben, allerlei Menschen und was sie so alles tun und lassen.

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Immer wieder spannend, immer wieder ein Rätsel. Manchmal frage ich ganz bewusst nicht nach Antworten.