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Gefühlte 10.000-mal habe ich von Freunden auf dem Festland eine Karikatur zugesandt bekommen. Na ja, war halt auf Spiegel Online.

Cartoon Miriam Wurster / Helgoxit

Tscha. Jetzt wisst ihr alle, wie wir normalerweise aussehen, wenn wir mit unseren Gummistiefeln im Regen herumstehen und motzen. Trotzdem muss ich Kritik üben:

Wir haben nur schwarze Schafe, keine weißen. Weil es Heidschnucken sind und keine Schafe.

Parallelen

Nach einigen Tagen auf dem Festland und dem Fusion-Festival bin ich wieder zurück auf dem Felsen.

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(Nein, das ist nicht Helgoland, sondern Cuxhaven. Aber die Parallelen zu den Parallelen im Titel waren zu verlockend. Und dieses rekursive, aber irgendwie dämliche Wortspiel auch. ;-)

Wie immer war die Fusion ein besonderes Erlebnis, aber ich schreibe hier nicht mehr darüber. Im vergangenen Jahr hatte ich mit einem ziemlich euphorischen Blogeintrag einen regelrechten Shitstorm ausgelöst, denn Medienpropaganda ist von den OrganisatorInnen (und auch den meisten BesucherInnen) unerwünscht. Und das betrifft nicht nur Mainstream-Medien, sondern auch Soziale Dreckwerke, wie die FusionistInnen das so charmant ausdrücken. Ich hatte halt das Kleingedruckte in der Bedienungsanleitung nicht gelesen.

Seit einigen Jahren versucht die Fusion, nicht mehr größer zu werden. Relativ erfolglos. Der Erwerb eines Tickets ähnelt vom formalen Aufwand inzwischen eher dem Abschluss eines Bausparvertrages. Und vielleicht trägt gerade das zu einem zusätzlichen, unerwünschten Hype um das Festival bei.

In diesem Jahr haben die OrganisatorInnen daher bekannt gegeben, dass es in 2017 kein Festival geben wird. Die Bedenkzeit soll unter Anderem dazu dienen, sich Gedanken zu machen, wie es mit dem Festival weitergehen soll.

(Nein, das ist kein Bild von der Fusion. Das ist nur eine Wiese im 275-Seelen-Dorf Lärz in Mecklenburg-Vorpommern, drei Tage nach dem Festival.)

Kurz vor meiner Abreise hatte ich die Blogeinträge komplett auf inaktiv gesetzt und ein Baustellenschild aufgehängt. Vor zwei Jahren habe ich das Blog gestartet, um meine Festlandsfamilie auf dem Laufenden zu halten und wenn dann noch andere Menschen mitlesen konnten – nun ja, auch nicht schlimm, vielleicht würden ja sogar einige dadurch hierher gelockt.

Aber dann habe ich mich neulich etwas mit Pingbacks, Referrern und der WordPress-Zugriffsstatistik beschäftigt und auch damit, was ich teilweise an Persönlichem hier veröffentliche. Und mir wurde etwas mulmig, gerade weil ich mich sonst gerne darüber lustig mache, wieviel Privates ein nicht unerheblicher Teil der Menschheit über diverse soziale Dreck Netzwerke unkontrolliert der Öffentlichkeit offenbart.

Hm.

Ich brauchte allerdings kein ganzes Jahr Bedenkzeit, um ein paar Blogeinträge auf Privat zu setzen und den Rest wieder freizugeben. Auch in Zukunft werden manche Einträge nur mit einem Passwort für den Kreis der Üblichen Verdächtigen™ lesbar sein. It’s my party ;-) .