Einfach

Heute war Alles ganz einfach.

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Zuerst mal einer lieben Freundin zum Purzeltag gratulieren. Geht auch via Threema und mit einem Käsebrot, Hauptsache Kerze und so!

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Die Sonne ging auf, es war ganz hell und Helikopter stiegen aus purer Freude in die Luft (wer weiß…).

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Wie auf Bestellung beginnt ein wildes Gesäge, Gehämmer und Geputze am Südstrand (Liebling, die Gäste kommen gleich, wo ist meine Hose?).

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Die Küstenwache forscht nach der Gewässerqualität (gutes Forschen, Leute!).

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Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, daß der Mensch häufig beliebt, ganz andere Muster in die Welt zu malen als die Welt selbst?

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Aber egal, irgendwann ging dann wieder die Sonne unter. Kurz vor Feierabend bringt sie immer nochmal die alte Heldinnen-Nummer.

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Und ich falle jedesmal wieder darauf herein.

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Dazwischen passierten noch ein paar superkomplizierte und superuninteressante Dinge. Aber das dauerte nur zwei Stunden.

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Und überhaupt, Leute… Wenn ihr mich beauftragt, die WLAN-Heatmap eines neuen Hotels zu erstellen – fragt mich doch das nächste Mal, bevor ihr Alles zugespachtelt und drübertapeziert habt. Örks.

Kälte

Es ist kalt, kalt, kalt. Nordwind. Sogar die Robben sind von ihrem angestammten Platz auf der Nord-Ost-Seite der Düne zur Westseite der Insel umgezogen.

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Sehr praktisch, da muß ich zum Robben-Watching nicht mehr so weit laufen.

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Ta-daaa, ganz kurz schaut die Sonne hervor, aber trotzdem bleibt es kalt.

Kalt wie die Herzen der stinkreichen Europäer (eine schlimme Verallgemeinerung, ich weiß), die seit siebzig Jahren ohne Krieg leben dürfen und nun ihren Gartenzaun mit Stacheldraht aufrüsten, weil sonst zu viele Menschen Zuflucht vor dem Krieg in ihrer Heimat finden könnten.

Ich habe natürlich leicht reden, auf Helgoland gibt es keine Flüchtlinge. Der Felsen liegt 70 Kilometer vom Festland entfernt in der Nordsee, ist gut eineinhalb Quadratkilometer groß und die Hälfte davon ist unbebaubar. Wir spenden nur ein bißchen Geld.

Von 1945 bis 1952 waren übrigens alle Helgoländer Flüchtlinge. Aber ich schweife ab.